Weitere student-documentarys:

Later

Mehrere Studierende erzählen, wie sie sich die Zeit nach dem Studium vorstellen. Unterlegt werden die Aussagen mit Bildern aus den Wohnungen der Menschen (aber nicht den eigenen), während die Personen selbst unsichtbar bleiben. Es bleibt viel mehr Raum, die Aussagen für sich sprechen zu lassen, da es keine Bilder gibt die Stereotype erzeugen. Erst zum Schluss zeigen sich die Akteure, ohne etwas zu sagen und lassen den Rezipienten mit seinen Vorstellungen allein.

Marie Schwarz gelang damit der interessanteste Film der student-documentarys. Sie wechselte von einer Filmschule zur Uni, um Soziologie studieren zu können, nahm die Interviews auf und schickte ihr Konzept an einen Wettbewerb, gewann diesen und wurde vom WDR bei der praktischen Umsetzung unterstützt. Leider brach der Film zu sehr mit vermeintlichen Sehgewohnheiten des Publikums, so dass er zuerst gar nicht gesendet werden sollte und letztendlich im Nachtprogramm landete. 

Wie Rolf Husmann (Moderator für das GIEFF) vom IWF bemerkte, sei es gerade interessant auch sozialwissenschaftliche Filme zu drehen, weil in der Soziologie hauptsächlich mit Fotos und in der Anthropologie mehr mit Filmen gearbeitet wird. Dem Stimme ich voll zu. Gerade weil die Soziologie auch viele filmisch interessante Themen beinhalten und diese Form wissenschaftlichen Arbeitens einiges zur Verständlichmachung eines Faches beitragen kann, welches sonst (nur) durch komplizierteste (oder umständlichste) Texgestaltung auffällt - und dass bei Themen die, die meisten Menschen interessieren.

Temporary Sanity: The Skerrit Bwoy Story

Vom Titel schon völligst begeistert freute ich mich besonderes auf Dan Bruuns Film (endlich auch mal mit Hompage *gg*) über die jamaikanische Dancehall-Kultur in New York. Der DJ und Familienvater Skerrit Bwoy tanzt so ziemlich alles was zwischen Crunk, Hannibal Lector und der 2 Live Crew (”Face down, ass up, that´s the way we like to fuck”) körperlich machbar ist, schreit, shoutet, toastet stärker ins Mic als MC Skibadee und bleibt bei allem gottesfürchtig. “And when I come to the lord an I say: Yo God, was that all good? And he says: No. Then you´re out for eternal” (in etwa) sagte er zum Thema, ob seine Show wirklich Show oder real ist und rechtfertigt damit sein Handeln (”That is just entertainment.”). Die Bilder sind dementsprechend bewegt (macnhmal jedoch zu ungewollte und unpassend) und sein Witz und sein Akzent machen den Film aus.

Vertieft oder besser “eyes down” in meine Hausarbeit, nahm ich die Umwelt kaum wahr, bis das Sommersemester überraschte und mit ihm mehr Arbeit. So kam es zur Blogpause. Vor ner Woche dann bemerkt, dass ich gerade viel zu wenig um mich herum mitbekomme und mein Powerbook altersmüde wird und sowieso fetgefahrene Strukturen wieder aufgebrochen werden wollen: 

  • Musikzeitschriften kaufen, um mich fitzumachen.
  • Wieder Safari einsetzen, da beserer RSS-Reader, außer jemand hat ne Idee wie man sich neue Artikel automatisch als email zukommen lässt. [Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl;-)]
  • Mehr Blogs lesen.
  • Neue Festplatte einsetzen und Bildschirm putzen hilft einiges an Leuchtkraft und Geschwindigkeit wieder zu erlangen.
Über Pfingsten wirds dennoch wieder ruhiger. Der Dachverband unserer Verbindung über die wir eine Doku drehen feiert seinen heiligen Kommers und L und ich kommen in den Genuss, einem echten Festkommers beizuwohnen und mussten uns uns schon dementsprechende Kleidung besorgen und Verhandlungen mit dem Verbandschef führen, um ein paar Impressionen filmisch festhalten zu können. Egal Pfingsten hängt (kleiner Coleurscherz) und wird ein Ereignis werden, welchem ich mit Sicherheit nur einmal in meinem Leben beiwohnen darf.

Es gab ein Festival auf das ich partout nicht wollte. Hauptsächlich lag dies an dem Veranstalter (IWF) und dem Thema (ethnographische Filme), dass ich eine Abneigung verspürte. Bei IWF denken die meisten an die langweiligen Schulfilme von früher oder [ich] an thematisch [Geschmackssache] und filmisch ["objektiv"] langweilige Filme über “Eine Heidschnuckenschäferei in Schneverdingen” oder “Fotoura - Savannentöpferei in Burkina Faso”, in den es Filmemacher schaffen, aus zehn Einstellungen 60 Minuten Film zaubern zu können. Die Karte kaufte ich dennoch vor vielen Wochen und erfuhr erst zwei Tage vor Beginn, dass der erste (interessante) Tage kostenfrei ist. An diesem liefen die student-documentarys. Filme von Studenten die keine Filmhochschule oder ähnliches besuchen und ihre Dokus (oftmals die ersten) präsentieren konnten.

Los ging es mit “Wo lang?”, einer Prinzessinnenbad beeinflussten Doku über Jugendliche aus dem Märkischen Viertel in Berlin. Max Kerkhoff, Student der Europäischen Ethnologie, nahm sein Feldforschungsseminar zum Anlass eine teilnehmende Beobachtung zu machen und diese filmisch festzuhalten. Heraus kam ein sehr gut geschnittenes Portrait über eine Jugendclique zwischen Platten und dem Wohnzimmer eines der Protagonisten. Wie lebt es sich in einem Viertel, dass vor allem durch Armut, hohe Rentnerdichte und wenig Ausländern (5% unter dem Berliner Schnitt) geprägt ist? Eigentlich wie in einem Dorf kam es mir vor. Die Jugendlichen kommen selten raus aus dem Kiez und entwickelten auch eine Art Stolz (auch als Reaktion der Lebensumstände), sich dementsprechend zu geben. Nebenher Döner, Bier, rumhängen und Hip Hop. Insgesamt sehr schönes Erstwerk, wenn auch - aufgrund der kurzen Feldphase von nur einer Woche - die Aussagen recht abgedroschen daherkommen, bzw. man nicht so nah an die Akteure herankam. Absolut loben, muss ich den Untertitel, der dank Übersetzung eines native-speaker unheimlich gut gelungen ist.

Das Seminar zum kulturwissenschaftlichen Dokumentarfilm, welches von Torsten Näser und Dr. Edmund Ballhaus in Gö geleitet wird, bietet neben den vier Semestern mit Abschlussfilm, auch die Möglichkeit seine Magisterarbeit in der KA/EE als Film zu machen. Davon machte Sandra Eckardt gebrauch und “schrieb” ihre Arbeit über den Übergang vom Schul- ins Berufsleben zweier Hauptschüler. Ihr Bonuspunkt (im Vergleich zu vielen anderen Dokumentaristen) ist dabei die Kenntnis um die Technik und Praxis des Feldforschens, was man ihrem Werk deutlich anmerkt. Für mich jedenfalls der beste Film der aus dem Seminar heraus entstanden ist. Eine 15-jährige Typ und eine gleichaltriges Mädel werden mit der Kamera fünf Monate begleitet. Am letzten Schultag gehts los, die Sommerferien über, bis in den Herbst hinein. Durch intensive Nähe kommen dementsprechende Aussagen der beiden zu Tage - über Probleme der Berufswahl, Autoritätspersonen und den Schritt in die Eigenverantwortung. Gefühle, Lebenwelten werden vermittelt in den Worten derer die sie gestalten und leben. Nebenbei hat Sandra viel Glück mit der Mutter des einen und der Vorgesetzten der anderen gehabt. Durch diese wird der Film auch immer wieder witzig und so absurd, weil…

Anziehen!?

08Mai08

Wenn Mrs Bunz dann feststellt, dass American Apparel das neue Carharrt gewesen sei und nun vielleicht Fred Perry dran ist, dann passt diese Überlegung zu meinem Nachmittag. Mit J auf dem Campus gesessen und überlegt, was denn in Gö “fesch” sein könnte. Nach einiger Beobachtung und einem Cornetto Nuss festgestellt: Bis jetzt garnichts. Alle noch die Sachen vom letzten Jahr an - dabei gängige Klischees erfüllend. Rugby-Shirts und Karohöschen (ohne Strumpfhosen) auf der einen und Kapuzenpullis mit Eastpack Arschtaschen auf der anderen. Einzig vereinendes Moment: Porno-Sonnenbrillen.

Bevor ich endgültig der letzte bin, der es mitbekommt, möchte ich erstmal Gott, Dr. Dre und meinen Freunden danken, die mich alle auf das Hobnox-Audiotool aufmerksam machten. Pünktlich zu 15 Jahre 1993, lässt dieses Flash-Producer-Tool wieder Zeiten auferstehen, in denen eine gute Technoproduktion oft nicht mehr benötigte, als mindestens zwei Geräte aus Rolands XØX-Serie und einen Synthie zu beinhalten.

Als gefühlter 50 millionster Klon der Kult-Boxen (hier ist das inflationär gebrauchte Wort wirklich angemessen), gibt es eine 9Ø9, zwei 3Ø3s, mehrere Tretminen und einen Mixer. Die 8Ø8 soll folgen. Die Bedienung ist simpel gehalten. Einfach an der Ausgangsbuchse ziehen, bis ein Kabel kommt, dann in den Eingang des Mixers stecken und los gehts. Ungefähr drei Stunden später hat man die jahrelang nicht mehr gehörte “TB Resuscitation” nachproduziert. Wow!

Kurz bevor das IWF nun endgültig abgewickelt wird und seine Pforten schließt, veranstaltet es mit Hilfe Göttinger Studis aus der Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie, ein internationales Filmfestival mit dem Schwerpunkt auf ethnographischen Themen. Das GIEFF findet vom 30. April bis 4. Mai statt und zeigt (sehr angenehm) den ganzen Tag in nur einem Kino die Filme, so dass man sich das switchen und sortieren erspart. Zum Programm gehts hier.

Frank Apunkt Schneider, Mitglied im Wiener Künstlerkollektiv Monochrom, Member bei “The Ernst Neger Revival Band” (Worlds famoust singender Meenzer Dachdeckermeister; Wo kriege ich deren Mucke her???) und Labelbetreiber von Hausmacher Kassetten, war vor wenigen Wochen zu Gast im T-Keller - wo auch sonst in Gö - um sein Buch “Als die Welt noch unterging” vorzustellen. In dem Werk geht es um die Entstehung des deutschen Punk und der NDW, die sich vornehmlich in westdeutschen Kleinstädten vor und am Anfang der Kohl-Ära, bzw. Mitten im Streit um den NATO-Doppelbeschluss etablierte und wieder zu Fall brachte.

Man kann es auch als eine bessere Ergänzung zu Teipels “Verschwende deine Jugend ansehen”, in der hauptsächlich die wichtigsten Vertreter der NDW- und Punk-Bewegung zu oral-history-mäßig zu Wort kamen und der Verfasser diese in bester Akufen-Manier oder neudeutsch virtual-roundtable-like zusammenklebte.

Zurück zu Schneider: Als passionierter Sammler gelang es ihm nicht nur eine knapp 150-seitige Bibliographie eines Großteils des damaligen Outputs an Vinyl- und vor allem Kassetten-VÖs in sein Buch zu packen, sondern auch dem Publikum echte Highlights der Ära vorzuspielen und die ganze Zeit zu bündeln und in einen größeren politischen/gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Sein Vortrag der mit seiner Definition von NDW und Punk losging und von dann verschiedene Punkte veleuchtete und mit Klangbeispielen unterlegte, war spannend und witzig zugleich - und hätte mein Mittelzeitgedächtnis eine Auto-Memory-Funktion, so könnte ich dies auch berichten. Dennoch wollte ich wenigstens auf das Buch aufmerksam machen, das seit November in meinem Regal steht und noch ein wenig braucht um gelesen zu werden.

Und Video-Post Nummer drei für heute: Diese Doku über Jungle in London aus dem Jahre 1994.

XLR8R TV

02Apr08

Zu viel Gutes um es direkt zu verlinken gibt es auf der Youtube-User-Site des amerikanischen Musik-Magazins XLR8R zu sehen. Kleine nette Filmchen über Künstler und Genres gibt es dort, inklusive einem Blick, was denn in Amerika an oftmals coolen europäischen und amerikanischen Sachen wahrgenommen wird. Fight the eurocentrism ;-)

Eine kleine Auswahl:  Matmos, Detroit Ghetto Tech, Mathew Dear, Modeselektor, Cral Craig, Klaxons…

Eyes Down I

02Apr08

Immer noch stark in meine Hausarbeit über Dubstep vertieft, merke ich inzwischen, dass dieses Thema eher für eine Magister- oder Doktorarbeit angemessen wäre, da es (zu) viele Fragen aufwirft. Leider kann ich meine Arbeit in Bezug auf die Wahrnehmung der Musik, so nicht verwirklichen, so dass ich, um dieses Thema zu retten, nächstes Jahr (beim Abschluss) in eine andere Richtung gehen müsste.

Im Prinzip geht es mir jetzt um eine Projektbeschreibung einer größeren Arbeit und wie ich da vorgehen könnte. Dabei ist das Hauptaugenmerk auf die Wahrnehmung (auch die körperliche) der Musik gerichtet. Wie funktioniert also Dubstep? Wie wird die Musik mit dem Körper aufgenommen?

Einen ersten Einblick in die Szene gaben mit drei kurze Videos: Continue reading ‘Eyes Down I’

Kazuka

Das Cover, dass auf den ersten Blick nach japanischer Herbst-Romantik aussieht, täuscht nicht ganz. Zwar lassen die Titel auf einen spanisch-sprachigen Produzenten schließen, die Musik jedoch ist kühl und entspricht durchaus dem Bild. In Kazukas E.P. “Tatami” (download) wird Elektro wieder zum Leben erweckt. Rolands TR-6ø6 steht dabei im Zentrum aller fünf Tracks. Die ersten beiden Tracks vermitteln mit den langgezogenen, geschmeidigen Cymbals und dem ruhigen Arrangement eine kühle Wärme; “Tatami” lounged verspielt vor sich hin; die zweite Nummer kommt etwas subtiler daher. “En la Sambra y en Silencio” klingt wie eine norwegisch-reduzierte Elektro-Version einer Detroit-Symphonie á la Craig oder Weinberg und bereitet den Übergang in klassischere Zitate vor, wie sie in den letzten beiden Stücken erscheinen, bei denen besonders “A Puerta Cerrada” mit seiner, mich an alte A.F.U.-Scheiben erinnernden Melodie hervorsticht, während “DJ Magma” nochmal die Motorcity zitiert.

Passend zum aktuellen Monatsthema “Welt auf Speed” der seit neuestem im neuen Format daherkommenden de:bug (but that´s another story), findet in Göttingens T-Keller eine Lesung des Autors HC Dany statt. Dieser schreibt in seinem Buch “Speed. Eine Gesellschaft auf Droge” über, na was wohl? Speed. Während es Anfang der 90er noch hieß: “Ich möchte ein E kaufen” (MDMA Shopping) oder “Denn seine große Stunde kam, immer wenn er Pillen nahm” (Out of the Ordinary, in Anlehnung an eine TV-Serie), ist Speed mittlerweile die Modedroge (siehe 36h wach), sowohl der Pharmaindustrie als auch auf illegalem Wege - vor allem Crystal erfreut sich in ostdeutschen Clubs und auf dem amerikanischen Land größter Beliebtheit.

Die Sozialwissenschaftler Anz und Walder schrieben einmal (soweit ich mich erinnere), das Speed in allen Jugend-/Subkulturen im Hintergrund dabei war, aber nie den Ruhm erreichte wie Kiff, LSD, Heroin, Kokain und Ecstasy. Vielleicht ist ja jetzt die Zeit für das Amphetamin gekommen!?

Was Dany dazu zu schreiben hat, zu sagen hat, dann am Dienstag um 20h im T-Keller - wobei es erfahrungsgemäß erst eine Stunde später losgehen wird.

Torch, Toni L, Boulevard Buo und Linguist aka Advanced Chemistry aus Heidelberg, sind für mich deutscher Hip Hop. Zwar damals schon auf dem Techno-Trip hatte ich das Glück, gleich zwei Plattenläden direkt an meiner Schule zu haben. Neben dem Now! für Techno war es der Nasty Recordstore, der meine Rap-Kumpels mit tighten Beats versorgte und mich dadurch ziemlich früh in den Genuss eben jener Combo aus Heidelberg kommen ließ. Continue reading ‘Wohin? Nach Heidelberg, wo ich mein Heim hab?’

Vor knapp einem Monat startete der Blog der Gesellschaft, um uns/euch die soziologische Systemtheorie näher zu bringen. Obwohl er bis jetzt nur ein paar knappe Posts hingelegt hat, hoffe ich doch, dass der unbekannte Autor in Zukunft mehr bringen wird. Schliesslich ist Luhmanns Theorie äußerst reizvoll, wenn auch ziemlich kompliziert und zeitaufwändig.
Dank eines Tips nun von Leo auf dict.cc umgesattelt. Weniger statisch-spröde mit viel mehr Begriffsübersetzungen, zeigt sich dieses Wörterbuch als Creatice-Commons Projekt. Gerade für die wissenschaftlichen Texte auf Englisch, die ich zu lesen habe, ist es gut ein Wörterbuch zu benutzen, dass auch ungewöhnliche Übersetzungen bereit hält. Somit sind Kontexte viel leichter zu erfassen und bisher kannte es noch alles.

Auf der Seite von Polylux nun dieses Video zum Thema “3 Tage wach”, was mit diesem einen Machwerk (ohne Stil und Talent), das Gefühl einer neuen, DER neuen Feier-Generation vermitteln will. Beurteilen will ich das erstmal nicht, ob es cool ist oder bescheuert 36h wach zu sein, inklusive After-After-After-Hour. Fakt ist, dass dieses Feiern - was es aber auch vor 15 Jahren schon innerhalb der Techno-Szene gab - auf ein neues Level gehieft wurde. Nicht die Dauer oder Intensität wechselte, eher die Motivation und der Umgang damit.

Schaut man sich die Kommentare zum Thema bei Tanith an - die wahrscheinlich größtenteils gefakete Aussagen einer viralen Marketing-Kampagne sind, dabei dennoch ein/das Gefühl  des anvisierten Klientels vermitteln und dabei rückwirkend doch wieder gültige, wenn auch idealisierte/idealtypische, Aussagen darstellen - sieht man darin ein verändertes Bewusstsein beim Raven. Die Musik findet auf der Hinterbühne statt und dient dem “Drogenspießer” (Westbam: 1997) nur dazu nicht aus seinem Trip zu fallen - namentlich Ketamin, Crystal, GHB und den Klassikern Ecstasy, Speed, Kokain und Alkohol (wie es die gängigen Medien berichten). Auf der Vorderbühne also “Druffness” als Endziel!? Würde einiges erklären und hört man oft von anderen. Neben den illegalen Partys in Berlin, die zwar alt, momentan wieder durch die Medien gehyped werden, ist es vor allem das Berghain, dem (!!!) Techno-Club weltweit, dessen Peaktime zwischen Sa Nachts 4h bis So Mittags 15h reicht und inzwischen so bekannt ist - auch bei Leuten denen der “Techno-Spirit” völligst abgeht und die sich nur über jene 36h wach identifizieren. Schade für das Berghain, was rein technisch der Techno-Club ist, wohl aber, falls die Tür keine gute Politik macht, weiter verkommen wird, zu einem Touri- und Prekariats-Raver-Schuppen.

Anstatt einem gewissen Understatement verhaftet wie der Frontpage-Humor (Anfang der 90er), der häufig auf Wortspiele abging oder kleine Verpeiler-Anekdoten beinhaltete und Tracks, die zumindest teilweise offiziös-offensichtlich waren (”Ich möchte ein E kaufen”; “Immer wenn er Pillen nahm”; “Silke süchtig”) wird heute so offen der Konsum und das endlose Wach-sein propagiert und nach außen getragen, wie zu jener Zeit S/M-Praktiken bei Hans Meiser.

Ob meine Gedanken alle so stimmen, kann ich nicht sagen. Es sind eher Vermutungen, da ich der “Szene” nicht groß verhaftet bin und mir die Musik wichtiger war, als ewiges durchraven. Nach drei Stunden gutem Techno/DnB or whatever ist mein Körper eh erschöpft und wenn er es nicht ist, war die Musik für mich zu schlecht.

BTW: Reizen würde es mich trotzdem, eine empirische Untersuchung zum Thema durchzuführen. Teilnehmende Beobachtung, plus narrative Interviews, um die wirkliche Motivation, die hinter diesen Feiereien steckt, herauszubekommen. Was ich mich nämlich immer Frage ist: Was machen denn die Leute von Mi-Fr? Müssen die nicht arbeiten? Wo haben die das Geld her?

Gefunden via Sitzraver.

Durch meine Recherche zur Dubstep-Hausarbeit stieß ich eben auf das Urban Dictionary, ein monolinguales Wörterbuch, welches die Begriffe beinhaltet, die ich bei Leo erst umständlich suchen muss. Wie jede Musikszene hat auch Dubstep eigene Sprachcodes und Wortneudefinitionen.
Zum einen den Begriff “innit”, der eine durch pakistanische und indische Einwanderer GBs entstandene Variante von “isn´t it” darstellt, die auch Ali G gerne benutzte, und praktisch so umgesetzt wird: “innit blood” oder “innit wicked tune innit”.
Zum anderen das Wort “skank”, welches mich bei meiner amerikanischen Professorin in Schwulitäten hätte bringen können und mehrere Bedeutungen besitzt. In der Dubstep-Szene bedeutet “skanken” eine spezielle Art des Tanzens - im Reggea und Ska wurde das Wort auch schon dazu benutzt - und “skanker” sind die Tänzer; in der normalen  Umgangssprache jedoch meint “skank” Schlampe (”You look like a meth´ed out skank.”), was gewisst werden muss, um diese Doppeldeutigkeit in einer Fußnote darzustellen.
Nachdem ich die letzten Wochen schon einige Male mit M. über den Sinn von Strafen diskutierte, bekam ich heute das Urteil eines Richters in Dubai mit, der den englischen DnB-DJ Grooverider, wegen des Besitzes eines Joints mit 2,16g Cannabis und ein paar Porno-DVDs, für vier Jahre in den Knast sperren lässt.
Das Grooverider mit dieser Menge an Drogen kein Dealer sein kann, liegt klar auf der Hand. Die Pornos dürften auch eher dem Selbstgebrauch zuzurechnen sein. Unabhängig davon, dass bestimmte Länder bestimmte Gesetze haben, kann man wohl schlecht von ausländischen Gästen erwarten, dass sie immer sämtliche Gesetze aller Länder kennen, die sie bereisen - besonders wenn es sich um Geschäftsleute dreht, die ständig in der Welt herumjetten. Klar hätte Mr. Bingham es besser wissen müssen und vielleicht auch mal sein Gepäck durchsuchen sollen. Nur ändert dies nichts daran, dass er mit diesem Vergehen niemanden außer seiner Gesundheit schadet.
Eine einfache Geldstrafe und 5 Jahre Einreiseverbot hätten es auch getan. Dienen tut diese Art der Disziplinierung niemand. Weder hat Dubai was davon, noch wird Grooverider einen Sinneswandel, durch solch eine hohe Strafe durchlaufen - zumal er für westliche Verhältnisse kein Verbrechen begangen hat. Ich hoffe nur, dass in Zukunft alle westlichen Künstler dieses Land boykottieren. Ist zwar doof für die Bevölkerung, aber Musik und Drogen gehören nun einmal oft zusammen. Vielleicht sollte Dubai einfach Popmusik verbieten, die oft erst durch die Wechselwirkungen zwischen Künstler und Drogen entstehen - das wäre wenigstens straight und logisch.
Eine Petition zum unterschreiben gibt es hier.
Die Cultural Studies, das “Glamour-Girl” der Kulturwissenschaften, als trans-/interdisziplinäres, postmodernes Wissenschaftsprojekt mit theoretischem Eklektizismus, wird aus seiner Entstehunggeschichte  im England der 1950/60er heraus erläutert und dabei mit der Cultural Anthropology verglichen (Kapitel 3). Lindner sieht die Entstehung der CS eng mit den scholarship boys verbunden, die sich als aufstrebende, aus der Arbeiterklasse kommende Jung-Akademiker, zwischen ihrer Herkunftskultur und der upper class bewegen, ohne beiden wirklich anzugehören und so den marginal man im Sinne Robert Ezra Parks darstellen.
Somit wird auch die Alltagskultur interessant und erforschbar und das involviert sein im Feld, wird nicht mehr als negativ angesehen wie bei der CA (”Nur das Fremde kann man unvertraut wahrnehmen.”). Selbstfeflexivität und Erfahrung ist nun gefragt und als Inside-Outsider mit kritischer Distanz, aber dennoch Vertrautheit gelingt es dem Forscher einen guten Zugang zu bekommen.
Methodisch betrachtet scheint es die Anwendung vieler Theorien zu sein und die Themenauswahl selbst zu sein, die die Attraktivität der CS ausmachen. Im Unterschied zur CA wird die Ethnographie jedoch größtenteils ausgespart und man beschränkt sich auf Literatursichtung und der symbolischen/zeichenhaften Aufladung angewandter/routinierter Praktiken zur Bewältigung des Alltags.
Das Buch Rolf Linders, Soziologe, Kulturanthropologe  und zurzeit Dozent für Europäische Ethnologie an der HU/Berlin gibt einen sehr gut und verständlichen Einblick in die CS und dank dem dritten Kapitel dient es auch zur Selbstvergewisserung, der immer um ihre kognitive Identität fürchtenden KA/EE.
Weiterführende und Einführungs-Literatur gibt es von Udo Göttlich, der (ebenfalls Soziologe) Einführungen zur CS geschrieben hat und mehr die Begriffe der Macht, in Anlehnung an Foucault, der für die CS sehr wichtig ist, wie generell der Poststrukturalismus, miteinbringt.

Mit diesem Satz beschrieb sich Klara, eine der drei Mädels aus Prinzessinnenbad. Die Doku, gedreht von Bettina Blümner, handelt von drei 15-jährigen Mädels, die zwischen Teenie- und Erwachsenenwelt hin- und herpendeln. An sich nichts besonderes, kommen doch ständig solche “Dokus”, besser Reportagen auf den dritten Programmen.

Bei Blümner allerdings, die mit dem Streifen ihr Langfilm-Debut abgedreht hat, sieht man solch einen elaborierten Einblick in das Leben der drei Protagonistinnen, was einem sofort klarmacht, dass die Filmerin oft und lange im Feld war, dabei einen so intensiven Kontakt pflegend, dass dieses Ergebnis herauskam. Jede der drei Mädels ist ehrlich und manchmal auch direkter als gewünscht. Kurz vor dem Übergang Schule/Arbeitswelt, differieren sich die Wege. Während Klara noch Sozialstunden absitzen muss (”Ich habe einer alten Frau Geld geklaut. 3000€. (…) Es war meine Oma”), entscheidet sich Mina dafür, die Schule erfolgreich abzuschließen, um Abitur zu machen und Tanutscha wünscht sich mehr Freiheit.

Mittendrin, Kreuzberger Alltagswelten: Warum Türken die besseren Lover sind als Deutsche, Mutter-Tochter-Gespräch über antiautoritäre Erziehung (”Ich hab dir ja schon Grenzen gesetzt. Ich sag immer, kein Heroin und nicht schwanger werden.”) und die Entwicklung des Selbst durch ständige Rücksicherung mit der besten Freundin.

Sehr gelungenes Debut auf höchstem Niveau. Unbedingt ansehen.

Control

23Feb08

Zweischneidig diffus kam mir Anton Corbijns Film über Ian Curtis, dem Sänger von Joy Division, vor. Das Corbijn vornehmlich Fotograph ist, sieht man den Bildern an. Recht ästhetisch in s/w gehalten, gelingt es die triste Grundstimmung Manchesters gut einzufangen. Diese Stadt in den 70er glich eher einem Deutschland der späten Fünfziger, wenn man von den englischen Autos und dem Mod-Look der Protagonisten absieht.

Unter dieser anmutig erscheinenden Oberfläche - sofern man wie ich auf Nachkriegschic steht - fehlt jedoch die Substanz. Gut, Ian Curtis ist inklusive seiner Verschlossenheit gut dargestellt, sein Tanzstil mitreißend in Szene gesetzt und dadurch, dass seine Frau Deborah Curtis das Drehbuch schrieb, wirkt alles authentisch. Die großen Überraschungsmomente fehlen jedoch. Die Bilder werden auf Dauer langweilig. American-Apparel-Unterhosen und Hitlers Sekretärin (als Curtis Geliebte) im look á la “The Devil Wears Prada” wirkt dann mehr wie eine H&M-Werbung.

Punkten kann der Film letztendlich bei der überzeugenden Darstellung von Ians Leben - dies gelingt. Einen Film über einen Musiker der ausnahmsweise kein ausschweifendes, drogenreiches Leben hat, sondern sich sehr alltäglich mit seiner Epilepsie und dem Gefühl es niemand recht machen zu können auseinandersetzt und daran scheitert.

Der Soundtrack hingegen überzeugt (fast) vollkommen. Wie zu erwarten Joy Division, New Order, Buzzcocks, Bowie, Pop, Kraftwerk, Roxy Music und leider auch The Killers (ob es dafür Geld von der Plattenfirma gab!?).

Top-Tracks: David Bowie - warsaw; New Order - hypnosis; Joy Division - transmission

Bowie said…

21Feb08

zum Thema Tanzen (aus dem Zeit Magazin Nr. 4; 1997):

“Dance ist die größte Kunstform des späten 20. Jh. Die schwarze Tanzmusik hat doch das ganze 19. Jh-Konzept der weißen Komponisten unter sich begraben! Denn dieses alte Konzept hat nichts mehr damit zu tun, wie wir leben. Dance drückt das alles viel besser aus. Als in den 50ern der Rock´n´Roll aufkam, hat sich unser Vokabular ein für alle mal geändert. Und seitdem weiß ich: jedesmal, wenn sich auf den Tanzflächen der Clubs etwas ändert, hat es eine lebenswichtige Bedeutung, es ist nicht nur ein Trend. Dance ist politisch, soziologisch relevant, es zeigt, woraus wir bestehen, es drückt Veränderungen aus, die wir erleben. Keine Kunstform hat ähnliche Möglichkeiten, das Chaos und die Fragmentisierung zu beschreiben, die wir zur Zeit erleben. Es gibt keinen Maler, der das kann, was Jungle kann.”

Womit Bowie recht hat. Während 19. Jh starrer reglementierter Tanz hieß, so war seit R´n´R Bewegungsfreiheit erlaubt. Im Disco der 70er ging es dann nur noch um den zur Schau gestellten Narzissmus - inklu Spiegel in den Discotheken. Kommunikation fand nicht statt: nur Selbstinszenierung und Performanz. Die 80er verdrehten dieses Verhalten; tanzmäßig ging man vom Ausdruck zum Eindruck über. Körpernah, “eyes down” sollte es sein, bis die 90er mit Techno zum Tanz bitteten. Tanzen war zwar immer noch Selbstinszenierung, aber vor allem auch Kommunikation und der Körper das Medium dazu. Während Adorno in solcher Vergnügungslust einen Kulturverfall einer unkritischen, durch die Unterhaltungsindustrie verführten, Konsumentenmasse sah, kann man das Vergnügen auch positiv als Rückkehr des Körpers in kulturelle Praxen ansehen.

Noch ein schönes Zitat zu einem anderen Thema - aber auch Techno-Kontext entstanden - von Matthias Hoffmann (aus Klein, Gabriele: electronic vibration. Pop Kultur Theorie. Hamburg 1999):

“Das beste Mittel, eine Bewegung kaputt zu machen, ist, sie zur Mode zu erklären.”

 

 

Eben dieses Set gehört, auf meinem momentanen Lieblingssender Dubstep.fm und der DJ aus Chicago spielte direkt LL Cool Js “going back to Cali” als zweites Stück. LL Cool J, erster erfolgreicher schwarzer Rapper in den US of A, geriet die letzten Jahre bei mir völligst in Vergessenheit, dabei gefiel er mir in den 90ern ziemlich gut. Gerade seine Anfangsproduktionen, die spartanisch meist mit eins/zwei Riffs und nem Beat-Grundgerüst an 808 daherkam, fand ich seinerzeit ziemlich geil. Heut kann ich mir das weniger anhören, aber seine beiden Alben “Mama said knock you out” und “14 shots to the dome” sind in der Struktur der Songs maximaler, mit weniger 808, dafür mehr Dichte zwar angestaubt, aber durchaus hörbar.

Ungewöhnlich fand ich, dass auf keinem seiner Alben ein “parental explicit”-Aufkleber drauf war, trotzdem rappte er mit einer sehr harten Stimme. Explosionsartig kamen die Vocals aus ihm raus - bang boom bang, gings zur Sache. Schön direkt. Hier nun ein “Video” zu “going back to Cali”.

Nachtrag am 26. 02. 2008: Nun, so ganz stimmt dies nicht mit dem Aufkleber, wie ich dank A.s Hinweis auf dem geposteten Video gesehen habe, besitzt die Hülle den Sticker. Komisch, auf der “14 shots…”, der “Mama…” und der “Best Of” sind keine vorhanden. Wer weiß mehr um Mr. Smith?

Görli rewind

13Feb08

Jedes Jahr ein Berlinlied und der Sommer wird gut. 2003, erste Ankunft in Kreuzberg, lief ein Stück über alle Bezirke der Stadt und deren Görlis. Eine Art rewind dieses Inhalts bringen Intim in Berlin. Witzig like Icke & Er!

Gefunden via pEtEr.

werd

Nicht mehr allzulange wird diese Sendung von audite online sein. Im Gespräch mit DJ Sencha und DJ Booga, redet er eine gute Stunde über deren hineinwachsen in die Szene, die musikalische Entwicklung der Leipziger Breaks-Landschaft (von DnB über Breaks und Dubstep) und die üblichen Themen, zwischen realness, Musikbegeisterung und den Ideen für die Zukunft.
Danach gibt es zwei vorzügliche Sets der beiden Gäste: Sencha spielt einen gut gemixtes Set aus Breaks, Miami Bass, Elektro, Dubstep mit vielen Rave-, Jungle-, Funk- und Hip Hop-Einflüssen. Sehr schön um einen guten Überblick der Vielfalt von Breaks zu bekommen.
Booga packt tief ins Geschichtsbuch und präsentiert Oldskool-Breaks wie Prodigy, FSOL, 4Hero und Dillinja, ebenfalls mit guten Übergängen verwoben.
Weniger eine große Geschichtsstunde erzählen die Gäste über ihre Sichtweisen und als halb außenbstehender bekommt man einen elaborierten Einblick ins Geschehen hinter die Kulissen. audite hält sich dabei dezent zurück und gibt damit einen guten Rahmen. Zwischen den Redepassagen immer wieder wichtige Tracks die, die Künstler prägten.
Fragte ich mich auch. Ein wenig blogfaul geworden, so die letzten Wochen!? Zu wenig Zeit gehabt!? Vielleicht von beidem etwas. Multitasking - eine Eigenschaft die mir noch mehr abgeht, als geduldig zu sein. Tja, that´s life. Nun also vermeintliche Ferien; d.h. noch mehr Arbeit.
Zum einen haben L. und ich ein gutes Filmkonzept vorgelegt, was bedeutet, dass wir unseren kulturwissenschaftlichen Dokumentarfilm über eine studentische Verbindung drehen werden. Dabei kriegen wir weibliche Verstärkung in unser Team, die ins Feld eingeführt und vorgestellt werden muss. Thema steht zwar, nur die Bilder lassen zu wünschen übrig. Eh eine Sache. Unsere Verbindung erfülllt keine der gängigen Klischees. Nicht farbentragend, konfessionell gebunden, schlagend oder politisch sind sie. Einfach nur eine Turnerschaft mit 50%igem Frauenanteil. Was erst fade erscheint, wird umso spannender wenn man sich betrachtet was diesen bunt gewürfelte Haufen unterschiedlichster Biographien dann doch zusammenhält. Nämlich gewisse Traditionen, wie das gemeinsame Sport-machen u.a. Für uns wird es darum gehen, inwiefern Traditionen in Form von Symbolen für die Innen- oder Außenwahrnehmung wichtig sind. Denn da sind Diskussionspunkte vorhanden. Tiefer ins Detail kann ich momentan nicht gehen und mit Geduld wird sich alles aufklären, spätestens im Januar wenn die Premiere im Lumiére zu sehen sein wird.
Andere Konzepte die verwirklicht werden, behandeln folgende Themen: Die Schulpause als kulturelles Phänomen; Hardcore-Szene (kein Techno oder SM, sondern die mit “straight edge” und “do it yourself”); Hip Hop mit einer Crew aus Kassel; Videoaktivismus (linksalternative Medienberichterstattung) und Spenneweih in Uslar.
Wirklich spannend und mir eine Herzensangelegenheit, wird die nächste Feldforschung, bzw. eine explorative Ethnographie über die Dubstep-Szene sein. Eine komplette Studie ist innerhalb des Rahmens “Hausarbeit” nicht zu machen, deswegen werde ich eine Projektbeschreibung derselbigen machen und das Thema als eines zwischen Kulturathropologie und Cultural Studies einbetten um dann zu schauen, was ich anhand von Theorien und Forschungen über Musikethnologie, Tanz, Hören, Ethnographie der Sinne, Subkulturen herausfinden kann. Damit habe ich endlich einen Grund ne Dubstep-Party zu besuchen und zwar legt Benga am 01. März im Conne Island zu Leipzig auf. Im speziellen interessiert mich nicht die ganze Szene, sondern wie die Musik wahrgenommen wird. Darüber wird in keinen Studien, die ich bisher las etwas gesagt.
Auf das Ergebnis bin ich jetzt schon neugierig. Kann ich doch auch hier einmal testen, ob das Thema für die Magisterarbeit geeignet ist.


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