Das wars. Danke.

Scheintot schon lange. Jetzt auch richtig. Demnächst woanders im Netz. Bis dahin verweise ich an die Kollegen von realvinylz.

Abschiedsreden liegen mir eh nicht so. Dennoch hat es mir unheimlich viel Spaß gemacht, euch fucking fünf Jahre an meiner Studienzeit und an meinen sonstigen Interessen teilhaben zu lassen. Viele gute Diskussionen, Anregungen und ein paar ganz tolle Menschen, die ich kennenlernen durfte.

Dank und Respekt an die Blogger-Kollegen die ich auch in echt kennengelernt habe: David, pEtEr & Walter, Ronny, Eike, Roland, die Twitterer und Blogger die ich auf der #Tassebier getroffen habe. Und natürlich auch alle anderen. War ne geile Zeit. Man sieht sich!

 

Foto “ausblick 421″ von Hans Arpeggiator lizensiert unter CC BY-NC-SA 3.0

 

Ein Meister aus Deutschland

Auch wenn die Demo in Hamburg schon einige Tage vorbei ist, bleibt der Text dazu im Hate Magazin leider noch lange aktuell. Es ist halt echt krass und überhaupt nicht nachvollziehbar, dass eine von Top-Nazis begründete Behörde bis heute zusieht und das Geschehen indirekt unterstützt.

Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus und völkischer Nationalismus sind Alltag in Deutschland. In dem Land, das nach Auschwitz schlichtweg hätte aufgelöst werden müssen, wird bis heute über die Täter_innen von gestern und die Täter_innen von heute geschwiegen. Und jede_r Nazi kann in dem Bewusstsein handeln: Wir schreien das raus, was andere denken. So erklärt sich auch, dass es trotz der schrecklichen Taten des NSU bisher kaum langanhaltende und ernsthafte öffentliche Empörung über die rassistischen Morde und die Verstrickung der Behörden gibt. Ebenso wenig gibt es den politischen Druck, alle Vorgänge lückenlos aufzuklären.

zum Text, Foto via DerTodisteinMeisteraus.De

Fehlevolution: BMW vs. Lada

Tja. Wären BMW doch bloß 1972 mit dem E12 stehengeblieben. Ich würde die Autos heute noch fahren … Lada war da schon einen Schritt weiter. Oder man macht es wie Panasonics. Produzierten einfach nur zwei Modelle des Technics (SL 1100 & SL 1200 MK2) und bevor es peinlich wird, stellen sie die Produktion ganz ein. Vielleicht auch einfach, weil den eh kaum noch einer im Club braucht und der für Zuhause hält ein ganzes Leben lang ;)

via KFMW

Kunstaktion: Deutschland schafft es ab

Wer auch das Pech hatte Mein Kampf 2.0 “Deutschland schafft sich ab” des Berliner Rassisten und Ex-Finanzsenators zu bekommen, es aber nicht direkt entosrgte, kann das Werk an zwölf Sammelstellen in Berlin und auch bunsesweit abgeben – darunter das C/O, die Berlinische Galerie oder das Haus der Kulturen.

Der tcheschische Künstler Martin Zet bastelt daraus ein Kunstwerk, wie er dem Tagesspiegel erklärt: „Das Buch weckte und förderte anti-migrantische und hauptsächlich anti-türkische Tendenzen in diesem Land. Ich schlage vor, das Buch als aktives Werkzeug zu benutzen, welches den Menschen ermöglicht, ihre eigene Position zu bekunden.“

Das man mit kritischer Kunst nicht weitkommt, musste Zet allerdings auch in Berlin schon erfahren. Sein Video “Berek” wurde aus dem Martin Gropius Bau entfernt – es zeigt nackte Menschen die in einer Gaskammer Fangen spielen.

Foto: Berlin-Biennale
via Tagesspiegel

Aach Dresde lacht zur Fassenacht

Torsun ehemaliger Südhesse und Teil der antideutschen Electroband Egotronic hat eine Büttenrede geschrieben. Hintegrund: Orstansässige Medien echauffierten sich ob geplangter Fastnachtsfeiern am 13. 2. 2011 da man doch lieber geschichtsrevisionistisch den angeblichen “Bombenholocaust” betrauern wollte. Torsuns Antwort viel direkt aus – auch wenn den Witz nicht jeder kapiert.

Für so ne Rede würde ich definitiv sogar in die Rheingoldhalle auf den Prinzenball gehen.

hitler dachte sieger werd isch
stattdem wurd dresden ebenerdisch
ein dach, ein fenster, eine wand
am ende nur noch flaches land
des war, ich hab da so ne ahnung
die alliierte landschaftsplanung
bombe fliesche grosser knall
so is der dresdner karneval
[...] passt auf jetzt kommt ein schenkelklopfer
die deutsche ware auch nur opfer
darauf wird herzlich ein gesoffe
hier hats die rischtische getroffe


Los gehts ab Minute 6:48

via Torsun, via Antifa Dresden

Erst wenn die letzte Eigentumswohnung gebaut …

Un weida gehds mit Clubsterben in 2012. Nach dem Icon nun der Club der Republik. Schade, das. Allein aus Denkmalschutzgründen, aber die DDR hat es bekanntlich ja nie gegeben.

via KFMW, via @annalist

Linkschleuder: Netzfilmblog, Satire, People of Walmart

Schon etwas länger betreibt Eike auf Zeit.de den Netzfilmblog und weist auf – eben – Filme aus dem Netz hin. So wie diesen von Jesse Rosten, der die Photoshopmanie der Medien als Aufhänger seiner Beauytwerbung nimmt.

Fotoshop by Adobé from Jesse Rosten on Vimeo.

via Netzfilmblog

—————————————————————————————

Auch schon etwas älter ist diese Auflistung von Deef zu satirischen Seiten im Netz.

via Gefühlskonserve

—————————————————————————————

Und zum Schluss mein aktuelles Lieblingsvideo von Discountkunden. Wie die Vox-Dokus von Nettomarkt auf der Reeperbahn …

How to be a Hipster

Spätestens jetzt mit diesem nach einem schlechten RTL-Mittags-TV aussehenden Video muss einem diese Spezies, die es nicht nur in Berlin, sondern auch in jeder mittleren Kreisstadt gibt, leid tun. So einen Beitrag hat niemand verdient und zeigt nur, dass man vielleicht doch zu seinem Hipstertum stehen sollte – der Ernsthaftigkeit wegen.
Andererseits muss ich nur mal selbst meine Konsumgüter betrachten und entdecke da eine ganze Jutebeutelsammlung, Hornbrille, Matratze und Kleiderstange statt Bett und Schrank (ein Relikt aus Studienzeiten), iBook und ganz viel Vinyl von Kleinstauflagen.

Dennoch werde ich mich von rechtsreaktionären Symbolen des amerikanischen WHite Trashs, bzw. der alten und neuen deutschen Mitte wie Flanell-/Karohemden, Truckerkappen und Opel Asconas auch in Zukunft fernhalten.

Vielleicht kann man sich aus Mitleid dann doch dazurechnen. Ist ja auch schwierig mit der Individualität. Oder wie drückte es die italienische Systemtheoretikerin Elena Esposito aus: “Das Individuum machts also das, was andere machen, um anders zu sein.”

Foto unter CC BY-NC-ND 2.0 von Graham Ballantyne

via Amy & Pink

Biking like it´s 93

Scott001

Die Sonne scheint. Jetzt noch 15° mehr. Dit wärs.

Becklusconis Rache an gutem Geschmack?

Nachdem ich vor zwei Wochen einen achtstündigen TV-Marathon hinlegen durfte, um ein halbes Jahr nicht-sehen nachzuholen, war ich echt efreut über die neuen Digitalkanäle von ARD (Einsfestival) und ZDF (Kultur). Klar ist das imme noch mehr Neon als De:Bug/Spex, aber um Welten besser als dass, was man sonst so gewohnt ist. Es gab einen guten Film (Der Mann der Ingva liebte) mit viel Retro-Generationenkitsch und “Love will tear us apart”, eine nette Quizsendung, in der ein Moderatorenpärchen mit einem weißen BMW E28 (5er aus den 80ern) durch die gegend fuhr und einen Prominenten erraten musste (Westbam) und viele nette Einschübe.

Damit soll nach dem Willen des rheinlandpfälzischen Ex-SPD-Chef Curto-Silvio Becklusconi bald schluss sein. Demographisch fit wie ein Pirmasenser Turnschuh (“der olle Schlappenf(l)icker”) bemerkte er, dass die Sender so garnicht zum rentermäßigen Dasein des hauptsächlich drogenanbauenden und -produzierenden Bundeslandes taugen. Also soll damit bald schluss sein. Staatsfernsehen und Klientelpolitik at it´s best. Zum nachlesen bei SpOn.

Dass es auch bei Kulturprogrammen Unterschiede gibt (im Bildungsbürgertum gerne E und U genannt), wie zwischen Riesling und Dornfelder ist für Beck noch unklar. Vieleicht könnte ihm da sein Landtagskoaltionshomie und Ex-Rapper Daniel Köbler Nachhilfe geben.

Nachtrag: Wieso kommt beim Spiegel niemand auf die Idee, aufzuzeigen, was ein Digitalsender wie ZDFKultur im Vergleich zu einer Folge Wetten daß? oder einer ganzen EM kostet? Da würden sich die Einsparpotenziale von selbst anbieten.

Foto unter cc via Josef Funk

BMWs Praktikantenstadl

Sachen gibts. Wie Ronny schon richtig erkannt hat. Danach würde ich mich sofort bewerben: Und zwar bei Opel der Werbeagentur, die diesen Spot beauftragt hat. So einfach bekommt man Geld hinterhergeschmissen. BMW muss inzwischen ja ganz schön coole, individuelle Autos bauen ;) In dem Fall war früher wirklich einiges besser.

via KFMW via SpOff

Linkschleuder: Linksruck bei der FAZ, Verwertungskaffekränzchen

Wieder mal lange nichts passiert hier. Deswegen ein kleiner Abriss:

Wolfgang Michal fragt sich, ob die FAZ wegen Schirrmachers bürgerlicher Kapitalismuskritik nach links rückt.

Annalist lässt Klaus erklären, was Rechtsrerorismus ist, und fragt sich, wem das nützt?.

Jan aka audite plaudert aus dem GEMA-Nähkästchen und traf sich zum Verwertungskaffekränzchen in Dresden.

And don´t forget:

Angelsächsisches Volksdeutsch

Für den kommenden Stammtischbesuch oder die nächste Arbeitspause: Miro Jennerjahns Antwort auf einen unsinnigen Antrag, den die allermeisten Deutschen wohl unterstützen würden. Nachlesen kann man ihn hier.

Buchankündigung: Raven wegen Deutschland

Buchankündigung Torsun & Kulla “Raven wegen Deutschland” from Audiolith Records on Vimeo.

Für die Musik bin ich meist nicht übermäßig zu begeistern. Für den rest schon. Torsun gibts dann in drei Wochen auch als Buch im sympathischen Ventil Verlag.

Der Bioteufel steckt im Detail

Erst auf dem Markt richtig gutes Brot gekauft. Mit 20-stündiger Natursauerteigführung. Zuhause dann festgestellt, dass es dem Biozirkel Güter Neujerusalem entstammt. Irgendwas sektenähnliches oder so. Im Alnatura dann der zweite Hinweis. Die Teufelszahl als Quersumme aus Dinkelcräckern, Tomaten und Bergkäse.

Ich werde das mit dem LoHaS-Lifestyle nochmal überdenken. Versprochen.

R.I.P. Amy Winehouse


Amy Winehouse am 20. Juli 2011

Foto unter CreativeCommons von Mister Snappy

Einsicht, Postironie oder Warnschild?

Da hilft weder Barthes noch Foucault weiter. Ist das jetzt Selbsteinsicht, postironisch gemeint oder einfach nur ein Warnschild? Oder wurde der Panzer von einem türkischen Jungen geleast? Jedenfalls ist die Ansage klar und deutlich.

via Blogrebellen

Ausgehen

Die Samstage werden neuerdings auch stark überschätzt.

Doku: Collage Culturel

Wirklich sehr gelungenes Kurz-Feature über den Berliner Labelbetreiber und MashUp-DJ Shir Khan, der hier exemplarisch für die Verwendung dieser speziellen Remix-Kunstform herhält. Mehr wird nicht verraten, aber wer David Schwertgens Dokus kennt, weiß, dass diese für popaffine Menschen, die auch einen Hang zu den 80er-Jahre-Sampletechnologien haben, immer ein Genuss sind. Hoffenmtlich behält Arte Creative diese experimentelle Spielwiese bei.

Zum Video (Einbinden klappt leider nicht)

Ps.: Wer den ersten Teil von Collage Culturel verpasst hat, kann ihn hier nachschauen und lernen, warum William S. Borroughs als Erfinder der Kunstform MashUp gilt.

Feature: Der Mate Pate – “La Familia” für ein besseres Leben in Mainz

Für Außenstehende macht Mainz häufig einen lebensfrohen und leicht provinziellen Eindruck, doch unter der Oberfläche brodelt es gewaltig und ein genaueres Hinsehen fördert ganz andere Dinge zu Tage. So steht Rheinland-Filz, mit der Hauptstadt Mainz, unter der Herrschaft des berüchtigten Königs Kurt. In Mainz hingegen treibt die Handkäs-Mafia ihr Unwesen.

Doch Abhilfe naht schon. Während sich die hiesigen Provinzpolitiker lieber um ihren eigenen Geldbeutel kümmern und das Prinzip der Mafia völlig missverstehen, tauchten in letzter Zeit zwei Mitglieder einer neuen Familie auf, die für mächtig Wirbel sorgen werden und in Zukunft ganz selbstlos kulturelle Projekte fördern. Statt Egoismus gilt bei ihnen das Prinzip, das auch Don Corleone verkörpert. Man bietet den Leuten Dienstleistungen, deren Kosten eine Art Solidaritätsbeitrag für die Familie darstellen, und verspricht ihnen im Gegenzug Schutz und Hilfe bei Problemen.

Von Marx über Coppola zum Mate Paten

So auch bei den vermeintlichen Mafiosi, die schon länger in Mainz verweilen, als mancher gerne glauben möchte. Der Untergrund ist eben auch vernetzt. Vor ein paar Jahren wagte der Bierbaron seine ersten Gehversuche und hilft Durstigen Tag und Nacht. Der neue Clan setzt den Gedanken des Barons fort, erweitert ihn jedoch um den Akt der gegenseitigen Hilfe. Nach stundenlangen Filmsessions hat der Mate Pate und sein Clan Coppolas Film “Der Pate” mehr als verinnerlicht und weiß zudem, was der berühmte Rheinland-Filzer Marx in London mit seinem Homie Engels schrieb.

“Das Kapital” unter die Achseln implantiert, beherrscht der Pate den feinen Spagat zwischen Kapitalismus und Kommunismus aufs Beste. Sein Produkt heißt Club Mate und ist eine Limo mit viel Koffein. In der Traditionsbrauerei Loscher aus dem Örtchen Münchsteinach wird seit gut 15 Jahren die Brause mit dem Mate-Tee gebraut. Genauso wie es sich für einen redlichen Hersteller gehört, lehnt er jede Zusammenarbeit mit Multis ab und beliefern lieber kleine Spätis und Clubs.

Bekannt wurde Club Mate zuerst über die Hackerszene, denen weißes Pulver auf Dauer zu ungesund war und die sich lieber “natürlich” fit hielten. Denn Red Bull wirkt gegen diese Brause wie DeepHouse im Vergleich zu RotterdamTechno. High Energy pur – nur ohne den nervigen 90er-Touch. Da Nerds spätestens seit Steve Jobs auch zu den Helden dieser Tage gehören, war es ein kurzer Weg, bis die Hipster das Getränk vereinnahmten und sich die Brause von Lan-Parties in Berliner Technoclubs ausbreitete. Dort konsumiert man am liebsten Wodka-Mate nach einem speziellen Ritual. Man bekommt eine Flasche gereicht, trinkt einen Schluck, gibt sie dem Barpersonal zurück, dass ihm die Flasche, je nach persönlichem Sympathiegrad, mit mehr oder weniger Wodka auffüllt.

Die Praxis der Familie

Doch genug der Theorie. In einer Undercover-Recherche konnten Details mitgehört und ein Foto geschossen werden: “Als erstes Projekt wollen wir den Internetbrunnen fördern, aber es kann auch mal für ein Konzert oder einen Spielplatz getrunken werden oder wir kaufen einen Beamer, den sich die Familie kostenlos ausleihen kann. […] Der Pate hat uns klare Vorgaben gemacht. Wir sollen die Probleme lösen, die es schon gibt, statt künstlich neue zu schaffen. […] Uns ist wichtig, dass die Unterstützung da ankommt, wo sie für die Familie (wir und alle die wir beliefern) sichtbar und nutzbar wird.”

Um dies zu finanzieren wird auf jeden Kasten ein kleiner Zuschlag erhoben. Geliefert wird frei Haus. Außerdem forscht zur Zeit Professor Dr. Dunkelkutter von der önologischen Fakultät Mainz an der Verträglichkeit von Mate und Wein, da die Handkäs-Mafia versucht, die Winzer gegen den Clan aufzuhetzen. Für ein besseres Mainz: Der Familie beitreten, den Handkäsmafiosi ordentlich in den Hintern treten und Professor Dr. Dunkelkutter unterstützen.

Foto: Jonas Otte
Mate Pate
Direkt bestellen

Linkschleuder: Kiezrassismus, Sven Väth, Gruselkabinett

Nach Gentrification nun Touristifizierung:

Dass das türkische Kreuzberg plötzlich positiv vereinnahmt und einem neuen internationalen Publikum entgegengestellt wird, ist neu. Die Strategie erinnert fatal an die Rede von der »christlich-jüdischen« Prägung Deutschlands, mit der der Islam ausgeschlossen werden soll. In der Tourismusdebatte wird das Türkische dagegen genutzt, um andere Gruppen auszugrenzen.

Foto unter CC von BTH
—————————————————————————-

Das Kapital sucht sich natürlich immer die Parteien, die es braucht. Nur die FDP als Partei des Kapitals hats grad verrafft. Was der CDU/SPD ihr Bergbau sind der FDP ihre AKWs. Doch das Kapital ist natürlich schneller und setzt auf den nächsten Markt, den der erneuerbaren Energien und bedient sich dazu der Grünen. Schaffen sie doch mühelos den Spagat ein Image aufzubauen (und als absolut glaubwürdig zu gelöten) obwohl ihre Handlungen das Gegenteil sind.

Nach der Einführung von Hartz4 mit der damit verbundenen dauerhaften Ausgrenzung und Schikanierung einiger Millionen Menschen in D, der Fitmachung Ds für den WK III (noch recht harmlos gestaltet als Krieg in Jugoslawien [weitere folg(t)en]) und Versprechen von Millionengewinnen, wenn AKW-Betreiber ihre Maroden Kisten nicht mehr allzulange laufen lassen, ist es nur konsequent, die aktuelle Regierung auf ihre Grünen-Tauglichkeit hin zu überprüfen. Das macht die Jungle World in diesem Artikel.

Guido Westerwelle. […] Außenpolitik ist für Westerwelle bekanntlich irgendwas da draußen, wo er nichts verloren hat – känn ju plies tolk german! Die Bundeswehr würde er lieber gegen Hartz-IV-Empfänger einsetzen als gegen Gaddafi. Guido Westerwelle ist ein von früheren Verletzungen und eigenen Eitelkeiten Getriebener wie Guttenberg – nur ohne so beliebt wie der zu sein. Er hat elf Jahre, also 22 lange Semester lang, studiert und anschließend drei Jahre an einer 176 Seiten dünnen Dissertation zum Popelthema »Das Parteienrecht und die politischen Jugendorganisationen« »gearbeitet«, um anschließend als vermeintlicher »Leistungsträger der Gesellschaft« stammtischmäßig über die angeblichen Drückeberger herzuziehen. […]
Grünenfaktor: Bummelstudent, der nichts von spätrömischer Dekadenz hält – könnte passen
Haltbarkeit: Stürzt noch vor Gaddafi
Berufsempfehlung: Widerpart von Michel Friedman in einer Talk-Show

—————————————————————————-

Kaum einer verkörpert Max Webers Konzept des charismatischen Führers besser als Sven Väth. Auch noch nach 30 Jahren im Business.

—————————————————————————-

Frühstück auf italienisch

Weil die Sonne so schön scheint und der Ausblick in den Rheingau/Taunus so viel herrlicher ist, als in Hinterhöfe ehemaliger Arbeiterkasernen …

Synthesizer/Gearporn: NI- Razor, Ulrich Schnauss, History of Modular Synthesizers (MIT Course)

Neben Detroit wird das Berliner Hardwax-Umfeld ebenso mystifiziert. Meist Basic Channel und Sleeparchive. Mit Basic Channel kann ich bis heute wenig anfangen. Und Sleeparchiv fand ich erst völligst übermüdet auf der Hardwax XX Party geil. Doch weniger mystifiziert und umso mehr kickend: MMM, Smith N Hack, Errorsmith. Bei allen drei beteiligt: Erik Wiegand, der aus dem Reaktor-Baukasten der Berliner Software-Schmiede Native Instruments einen eigenen Synth bastelte, den Razor, der seit ein paar Tagen im Handel ist. Das verspricht viel. Sehr viel.

via De:Bug

————————————————————————–

Von den warmen Analogsounds werde ich nie genug kriegen. Zu schön lässt es sich im Wattebausch der Boards of Canada liegen, die Ulrich Schnauss im Folgenden Viedeo zeigt. Großartiger Typ und Musik. Und mehrere Exemplare meines Traumsythies, des PPG Wave. Leider lässt sich das Video hier nicht eibinden, deswegen dort anschauen.

via VBS TV & RA

————————————————————————–

Was hiesige Musikfakultäten nicht vermögen, schafft das MIT mühelos. Studenten die analoge Klangsynthese mit Modularsynthesizern zu erklären. Für Interessierte sicherlich spannend, für reine Musikonsumenten eher weniger.

via Synthtopia
————————————————————————–

Adam & die Mickys – Fraa Becker

Wer braucht schon nen Frank Farian ausm Hunsrück, wenns die Urhessen viel besser können?

Foto via Adam & die Mickys

Linkschleuder: BlaBlaMeter, Firefox 4, Alicia Silverstone

Wem das vegane Ox-Kochbuch zu punkrockig ist, für den gibt es jetzt die lifestyligere Variante von Alicia Silverstone. Jener Frau, die drei grandiose Auftritte in den Videos von Aerosmith hinlegte (leider bei youtube nicht zu finden), das “Traumgirl” der Grunge-Ära war und zwischen bester Schauspielerein (MTV Awards) und schlechtester Schauspielerin (Goldene Himbeere) schon einige Preise einheimste. Dass allerdings statt mit den Attributen Gesundheit und Geschmack unbedingt mit der Klima- und Kilokeule geworben werden muss … naja.

via Veganblog

————————————————————

Wieviel Bullshit steckt in ihrem Text? Ausprobieren. Mit dem BlaBlaMeter. Am meisten Spaß macht es bei Zeitungsartikeln (Stichwort: “Qualitätsjournalismus”). Nebenbei ein hilfreiches Tool um sich Fit für das Berufsfeld PR/Marketing zu machen oder um seine Texte abzusichern.

————————————————————

Firefox wird 4. Schneller, schlanker und sicherer soll er sein. Ein Interview mit einem der Entwickler führte Markus Beckedahl von Netzpolitik. Nicht nur für Nerds interessant.

Download Interview; Download Firefox
via Netzpolitik

Linkschleuder: Rest-Risiko, Techno-Mythos Detroit, Pro-AKW bei der FAZ

Neuen Blog entdeckt: Sozialtheoristen. Und nebenbei das Beste gefunden, was bisher zur Atomdebatte gesagt wurde (zum Artikel). Soziologen halt ;) Denn im Endeffekt kommt es nicht darauf an, ob ein AKW sicher ist oder nicht, sondern ob man mit den Folgen eines Unfalls klarkommen kann. Dies ist die Gretchenfrage:

Die aktuelle Frage ist also nicht: Können wir die Sicherheit in den bestehenden Atomkraftwerken verbessern? Sondern: Können wir die gesellschaftliche und technologische Kapazität bereitstellen, einen geschehenen Super-GAU abzuwickeln? Das ganze Risiko der Atomkraft steckt in dieser Frage. Wenn man sie mit Nein beantwortet, muss man die Atomkraft seinlassen. Wenn man sie mit Ja beantwortet, sollte man mit dem Atomkraftwerk bereits Friedhöfe und Ausweichstädte bauen.

via Sozialtheoristen

————————————————————————–

Mythos Detroit. Immer wieder … und wer mit diesem durch die aktuelle De:Bug (mit dem unsäglichen Cover des Justin Bieber des Dubstep) re-infiziert wurde und “Durch die Nacht mit …” viel zu kurz fand, der findet hier das ganze Interview mit Aaron Siegel von FIT Distribution.

There are some clubs, but not relevant ones. Detroit is a manufacturing city for cars, but there are no beautiful mountain roads to drive them on. In Detroit there are many talented producers making great music, but not many proper clubs to play it in. Now, to take this analogy one step further – the roads in Detroit are fucked up and no one follows the traffic rules. The parties here are not organized – often times are after hours at a loft or some other grimey spot. You can also find a good party at a dive bar, a roller rink, and for the adventurous types, strip clubs or cabarets. The parties are here and never left. You just need to look around or ask someone who knows what’s up.

Vielleicht doch ein Grund wieder bei Opel anzufangen, über Zürich nach Detroit aufzusteigen und dem Spirit zu folgen. Andererseits ist vieles des Spirits – von den unbekannten Clubs abgesehen – auch in Berlin zu finden. Wer trifft da nicht auf mindestens 10 bekannte DJs auf dem Weg von der Schönleinstraße zum Hardwax?

via De:Bug, Foto unter CC von c2k2e

————————————————————————–

Während die meisten Menschen immer noch glauben, dass Grüne und SPD gegen Atomkraft sind, fährt die FAZ schon wieder eine unterschwellige Pro-AKW-Kampagne. Zum einen diese Fotostrecke aus Tschernobyl, in der die teils verlassene Gegend ästhetisch höchst ansprechend gezeigt wird (inklusive des zynischen Kommentars: “Wer in die verbotene Zone zurückkehrt, zahlt keine Miete”). Na dann … Zum anderen ein Artikel, in der schonmal neue, (bis zum nächsten Unfall) wirklich sichere AKWs angekündigt werden.

Nachtrag: Zig & Zag vs. Beastie Boys

Passend zum gestrigen MashUp. Kennt noch jemand Zig & Zag? Die lustigen Handtuchpuppen von MTV versuchen sich hier mit einem Elvis-like Cover von “Sabotage”.

via Druffalo

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.