sagte Frankie Bones 1988 und fügte gleich die Frage “Can you feel the bass?” hinterher. 20 Jahre später schaffte es Hoschi vom Slices-DVD-Magazin, eine genauso betitelte 110-minütige Techno-Doku auf den Markt zu bringen. 

Genau wie in der Politik gibt es im Techno-Business immer Akteure die medienwirksam agieren und solche die, die Fäden im Hintergrund ziehen. Zur ersten Gruppe gehörten in den 1990ern neben Jürgen Laarmann (”raving society”), auch Sven Väth (”Der Schamane”) und Dr. Motte (”Ich bringe euch Liebe”). Eindeutig zur zweiten gehört Holger Wick alias Hoschi. Neben seiner Tätigkeit als A&R von Suck me Plasma (einem der Aushängeschilder des “Gray Sounds” und Technoclub-Erfinders Talla 2xlc) und der des Plattenverkäufers im Mainzer Now!, waren es zahlreiche Labels in den Wick involviert war. Soweit ich weiß gab es Labworks als sein eigenes Baby, Sense Music, VirtualInfluence und zusammen mit Andy Düx Now!-Records und Hellrazor. Hoffe das stimmt einigermaßen!?

Gerade Labworks stach für mich damals extrem heraus. Während ich zu 70% dem Sound of Frankfurt anhing (Eye Q, Abfahrt, Harthouse, Suck me Plasma, …) und so auf der “kommerzielleren” Schiene fuhr, war ich dank der Auswahl im Gaustraßen-Now! sehr von Labworks, Trope und Force Inc. angetan. Und als Achim Szepanski auf Force Inc. halb Mainz releaste, schaffte es Hoschi einen für das Rhein-Main-Gebiet untypischen, amerikanischen Sound zu etablieren und entsprechende europäische und amerikanische Produzenten zu haben. Darunter waren S.D.L., Cellblock X, Roland Casper, Pot Cycl, S-Ence, Spectral Emotions, Robert Babicz und Woody McBride.

Ende der 90er wurde es ruhig um ihn und erst durch die Slices-DVDs tauchte er wieder auf. Seine wohl vielzähligen Kontakte und Fähigkeiten Netzwerke zu bilden, kommen ihm zugute, liest sich doch die Liste der Interviewten zur neuen Doku wie eine Jugendtraum von mir: “Alex Azary, Armin Johnert, Ata, Elsa for Toys, Hell, Jürgen Laarmann, Mark Reeder, Mike Ink., Mijk van Dijk, Ralf Niemczyk, Sven Väth, Talla 2XLC, Tanith, Triple R, Upstart, Wolle XDP”, Marc Acardipane und einige andere werden zu Wort kommen. Gespannt werde ich auf alle sein. Die Namensliste lässt auch die Zeitspanne erraten, diese erstreckt sich über die frühen 90er.

Wer ganz Berlinale-Like das Video goutieren will, sollte eine email an doku@sensemusic.de schreiben und hoffen noch eine Platz zur Weltpremiere am 28. Mai in Offenbach zu ergattern. Ich selbst werde es wohl nicht schaffen, dürfte aber ab 15. Juni Post erhalten - und kriege bestimmt die Medaille für die meisten Direct-Links des Tages ;-)

Schönes Wochenende! oder Weekend! (nach Dick 91)

 



3 Responses to “We call it Techno!…”  

  1. 1 Grille

    Ich war auf der Premiere und hab sogleich eine Rezension von diesem Stück verfilmte Musikhistory geschrieben. Ein sehr geiler Film der die Gefühle und Ambitionen der damaligen Zeit sehr gut rüberbringt. Zu lesen hier: http://www.toxic-family.de/articles.php?id=114&sec=1

  2. 2 mrBTH

    Thx! Da freue ich mich drauf.

  1. 1 HASENFARM | WE CALL IT TECHNO!

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