The Exhibitionist

Hello Kitty jetzt auch als DJ. Schon ganz niedlich das Kätzchen im Glaskasten. Erinnert sie doch an Jeff Mills, der sich ebenfalls als Schaukasten-DJ ausstellte und daraus eine Mix-DVD zauberte. Das passt.

Jeff Mills und Japan sind schon früher Allianzen eingegangen. Stilecht im japanischen CD-Artwork (Die Rückseite ist ihre Vorderseite und da ganze Spiegelverkehrt) brachte Sony/Japan Mitte der 90er die Mix-Up-Reihe heraus. Damals gab es noch nicht jeden Monat 40 DJ-Mixe und bis auf die X-Mix hatte sowas seltenheitswert. Die Mix Up trumpfte mit absolut geilen Live-Mixen, wie Fumiya Tanakas Mix aus dem Club Rockets/Osaka auf, der als Japanische Variante eines Mills noch mehr nach vorne ging.

Mills Mix war auch ganz nett filetiert in drei Teile. Aber drei Teile für eine Stunde. Eindurchgängiger Mix hätte schon drin sein können. Das Cover bei ihm – auch unschön. Nee, dann lieber Ken Ishi abgebildet. Abwechslungsreich gemixt, er.

Der Übergang jetzt zu Hawtin hängt zwar nicht gerade wie der Bierjunge eines Coleurstudenten, ist aber Notwendig. Während Kitty recht einsam mit einem Plattenspieler wirkt und Fumiya und Mills gleich auf dreien ihre Skills demonstrieren, treibt Hawtin das Mixen auf die Spitze. Nicht weniger als ein eigens entwickeltes Mischpult und zwei Powerbooks müssen bei ihm herhalten. Wie er das bewerkstelligt und warum diese ganze Diskussion um digitales Mixen fürn Arsch ist, weil die Ergebnisse einfach soviel besser sind – vorausgesetzt man nutzt die neuen Möglichkeiten auch – zeigt Mr. “Cubix” Hawtin persönlich. In diesem Video.

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